Der Basketballclub Horchheim (BBC) wurde am 19. Januar 1958 von 16 Gründungsmitgliedern im Beiwagen des Horchheimer Kolpinghauses aus der Taufe gehoben.
Die Erste
Schon im Gründungsjahr nahm der BBC erstmals an einer Meisterschaftsrunde teil. Dort war man zuerst nur gern gesehener Punktelieferant, da die Horchheimer Spieler "leichte" Probleme mit dem ausgefeilten Regelwerk (Schrittfehler, Fouls,...) hatten. Doch schon damals konnte man in Horchheim einen Spieler aus dem Mutterland des Basketball bewundern. Lou Lucas aus Chicago war der erste Amerikaner, der für einige Spiele erfolgreich das Trikot des BBC trug. Ihm sollten später noch weitere "Amis" folgen. Einzigartig und gefürchtet war zu dieser Zeit jedoch das Spielfeld, auf dem man die Gästeteams empfing. Als einziger Verein in Rheinland-Pfalz spielte man auf einem Freiplatz. Wie man sich denken kann, gab es dort besonders attraktive Begegnungen, wenn vor oder während des Spiels Regen einsetzte. Zum 10-jährigen Vereinsjubiläum machte man sich selbst das schönste Geschenk. Zum ersten Mal wurde beim BBC eine Meisterschaft gefeiert. Dieser sollten allerdings noch viele weitere folgen. Ohne Punktverlust wurde der BBC Meister der A-Klasse und schaffte den Aufstieg in die zweit-höchste Spielklasse im Rheinland. Zwar hatte man zu dieser Zeit den Freiplatz gegen eine Sporthalle getauscht, doch leider war es nicht die eigene Halle, in der die "Heimspiele" ausgetragen wurden.
Schon 1968 ging der BBC den Schritt des leistungsorientierten Basketballs. Mit der Verpflichtung des Spielertrainers Heinz Hansult aus Linz machte man sich die Fähigkeiten eines der bekanntesten Trainer und eine Spielerpersönlichkeiten par excellence des BBV-Rheinland zunutze. Um einen solchen Mann nach Horchheim zu holen, musste auch damals schon tief in die Tasche gegriffen werden (400 DM/Monat). Finanziert wurde Hansult durch Fans und Gönner, ja sogar die Spieler selbst leisteten ihren finanziellen Beitrag in einer Spendenliste. Doch die Investition machte sich bezahlt, denn die nächste Meisterschaft und der Aufstieg in die damalige Rheinlandliga (wieder ohne Punktverlust) kam prompt. Im darauffolgenden Jahr hatte der Verein sein erstes sportliches Tief zu überwinden. Neben dem Abstieg aus der Rheinlandliga verließ auch Heinz Hansult nach 2 erfolgreichen Jahren den Verein. Sicherlich war für die damals Beteiligten die Zukunft ungewiss, doch eins stand wohl für alle fest: Der Weg, den man eingeschlagen hatte, war richtig und musste fortgesetzt werden. Das Unternehmen Zukunft wurde mit 2 Senioren- und 1 Jugendmannschaft begonnen. In den folgenden Jahren leisteten viele Trainer und Spieler unaufhörlich und konsequent Aufbauarbeit, um den BBC in die Spitze des rheinland-pfälzischen basketballs zu bringen. Das ein oder andere Mal verpasste man nur knapp den Aufstieg, doch man hatte Geduld, die zum guten Schluss auch belohnt wurde. Winfried Orthey hatte letztlich die richtige Mischung zwischen alten Hasen und jungen Wilden zusammen und schaffte in der Jubiläumssaison 1978/79 den lang ersehnten Aufstieg in die Oberliga. Es folgte ein Jahrzehnt, in dem der Verein weitere Erfolge (Stadtmeisterschaft 1984) genauso feiern konnte wie er Niederlagen (Abstieg aus der Oberliga 1984/85) verarbeiten musste. Auch wenn vielleicht die absoluten Höhepunkte fehlen, über die man berichten könnte, so war es doch eine sehr schöne Zeit, Basketball zu spielen. Noch kamen fast alle Spieler aus den eigenen Reihen, und nicht nur der Zusammenhalt auf dem Spielfeld zählte, sondern auch gemeinsame Aktivitäten gehörten dazu. Geld war für die damaligen Aktiven auch kein Wort, das sie mit ihrem Sport in Verbindung brachten. Wie alle wissen, haben sich die Zeiten geändert. Es ist gar nicht so leicht für den Verein, den Fans jedes Jahr aufs neue eine gute 1. Mannschaft zu präsentieren, denn leider kommen trotz vorzüglicher Jugendarbeit nicht mehr genügend Talente aus den eigenen Reihen. Spieler von ausserhalb zieht es auch nicht nur wegen des guten Umfelds zum BBC. Deshalb sollten wir diese "alten" Jahre des BBC nie vergessen.
Die 90er Jahre werden wohl allen BBC'lern (Spielern, Funktionären, Fans, ...) als die Goldenen 90er in Erinnerung bleiben: 1 x Oberligameister, 1 x Pokalsieger, 4 x Oberligavizemeister, 1 x Pokalhalbfinale und 5 Jahre Regionalligazugehörigkeit. Das ganze begann in der Saison 89/90, als Lothar Lorenzen vom Lokalrivalen VfB Lützel als Trainer zum BBC kam. In den ersten beiden Jahren seiner Amtszeit errang er mit seiner Mannschaft zwei Vizemeisterschaften in der Oberliga, wobei man nach der zweiten - für alle überraschend - noch in die Regionalliga hochgestuft wurde. Um in dieser Spielklasse auch zu bestehen, musste ein spielstarker Amerikaner verpflichtet werden. Es war kein anderer als der Korbschützenkönig der abgelaufenen Regionalliga-Saison, Lamar "Big O" Oden, der vom TSV Speyer nach Horchheim wechselte. Keiner umspielte seine Gegner so wie er, schoss Dreier aus den unmöglichsten Situationen und streckte seine Zunge heraus wie Michael Jordan. Auch wenn er mal erst zur zweiten Halbzeit kam, machte er doch noch die meisten Punkte, allerdings reichte es dann oft nicht mehr zum Sieg. So war auch seine Unzuverlässigkeit der Grund dafür, dass trotz guter Saison und Klassenerhalt sich der BBC von Showman "Big O" trennte. Leider war es auch die letzte Saison von Lothar Lorenzen, der den Verein aus beruflichen und privaten Gründen verliess. Auf der Suche nach einem qualifiziertren Nachfolger wurde man schnell in den eigenen Reihen fündig. Ralph Weiler, ein Horchheimer Eigenge-wächs, der noch unter Lorenzen spielte, die 2. Mannschaft trainierte und auch schon viele Erfolge in der Jugendarbeit aufzuweisen hatte, sollte der neue Mann auf der Bank sein. Mit Zeddie Locke hatte man auch wieder einen Topspieler auf der Ausländerposition verpflichten können. Am Anfang war man noch skeptisch, ob er die richtige Wahl war, doch schnell überzeugte der hagere 2,00 Meter Mann mit unspektakulärem Spiel, einer sicheren Hand aus der Halbdistanz und einer professionellen Einstellung die Zuschauer der Erbenstrasse. Von Anfang an mischte der BBC vorne mit und begeisterte nicht nur in eigener Halle mit faszinierendem Basketball auf hohem Regionalliga-niveau. Leider konnte man nach Abschluss der Spielzeit Zeddie Locke nicht noch für ein weiteres Jahr verpflichten, da der Verein seine finanziellen Forderungen nicht erfüllen konnte (Zeddie spielte in den folgenden Jahren u.a. recht erfolgreich in der 1. Bundesliga und in Frankreich). Wieder hatten die Verantwortlichen im BBC ein glückliches Händchen, als man Joe Robisch als Nachfolger von Zeddie Locke verpflichten konnte. Wie sich herausstellte, sollte er nicht nur sportlich ein Glücksgriff sein. Auch ausserhalb der Halle war Joe in den folgenden vier Jahren einer große Bereicherung für den Verein. Es folgte eine Riesensaison 93/94, in der man bis zum letzten Spieltag auf einem Relegationsplatz zur 2. Bundesliga stand. Jedoch verlor man zu Hause nach einer packenden Partie gegen Saarlouis und musste sich - in Anführungszeichen - mit dem 4. Platz begnügen. In der Sommerpause trennte man sich im Interesse der Mannschaft von Ralph Weiler. Es waren aber genau die Spieler, deren Interessen der Vorstand vertreten hatte, die kurze Zeit später dem finanziellen Lockruf aus Koblenz folgten und die selbst Mannschaft und Verein im Stich ließen. Kein Trainer und nur fünf Spieler - was nun? Nach reiflicher Überlegung entschloss man sich, auf den Regionalligaplatz zu verzichten und eine Klasse tiefer auf Korbjagd zu gehen. Es sollte ein neues Team formiert werden, das kurz- bzw. mittelfristig wieder den Aufstieg erreichen konnte.
Einmal mehr wurde ein Trainer aus den eigenen Reihen gefunden, der diese schwierige Aufgabe übernahm. Peter Rosenbaum langjähriges Vereinsmitglied, Spieler und Trainer - bekam hierfür von Vorstand, Spielern und Umfeld das Vertrauen und die nötige Unterstützung. In kürzester Zeit wurde ein oberligataugliches Team zusammengestellt. Mittelpunkt der Mannschaft war US-Boy Joe Robisch, der den finanziell hochwertigen Angeboten aus höheren Spielklassen widerstand, da er in Horchheim eine zweite Heimat gefunden hatte. Die meist 200 - 250 Zuschauer sahen attraktiven Basketball, der am Ende der Saison 94/95 mit einer für alle Beteiligten nicht vorhersehbaren Vizemeisterschaft belohnt wurde. Nebenbei erreichte man das Halbfinale im Rheinland-Pfalz-Saar Pokal und scheiterte nur knapp am klassenhöheren TV Saarlouis. Im folgenden Jahr hatte man sich natürlich den Aufstieg als Ziel gesteckt. Zum Schluss hatte man jedoch das Nachsehen hinter der starken Mannschaft aus Mainz - es konnte "nur" die Vizemeisterschaft gefeiert werden. Die Enttäuschung damals war gross, doch hätte man gewusst, was einem in der nächsten Saison erwartete, wäre der Schmerz über den verpassten Aufstieg sicherlich nur halb so gross gewesen. Das Regelwerk des Basketballverbandes machte sich der Verein zunutze und verpflichtete noch zwei weitere US-Boys. Die zu diesem Zeitpunkt vereinslosen Topspieler Charles Stanley und Anthony "Boo" Harris verstärkten die Mannschaft von Peter Rosenbaum für die kommende Spielzeit. Die Meisterschaft war für viele der sogenannten Kenner der Szene bereits vor dem ersten Sprungball entschieden, doch mussten im Verlauf der Saison noch einige grosse Brocken aus dem Weg geräumt werden. Hierbei zeigte die Mannschaft nicht nur ihre spielerischen Fähigkeiten, sondern auch kämpferische Qualitäten, die öfter, als einem lieb war, gefordert wurden. So gingen dann auch die Erwartungen der Experten in Erfüllung und man sicherte sich verdient den 1. Platz in der Oberliga. Nebenbei schaltete man im Rheinland-Pfalz-Saar- Pokal einige Regionalligisten aus, bezwang im Endspiel vor grossartiger Kulisse den TV Saarlouis in einem dramatischen Spiel und krönte damit die wohl beste Saison der Vereinsgeschichte.
Voller Zuversicht blickte man beim BBC in Richtung Regionalliga-Saison 97/98. Aus unverständlichen Gründen verliessen Joe Robisch und Rainer Kress, die beiden Leistungsträger des Teams, kurz vor bzw. nach Saisonbeginn den Verein. Kurzfristig entschloss man sich, die entstandene Lücke mit dem Routinier Charles Caldwell zu schliessen, doch mussten die Verantwortlichen schnell erkenn, dass der mittlerweile 36-jährige keine endgültige Lösung sein konnte. So verpflichtete man zur Winterpause Vernon Crump aus den USA, um den Klassenerhalt doch noch zu schaffen. Angeführt von dem überragenden Crump wuchsen die anderen über sich hinaus, und mit viel Zittern und ein wenig Glück sicherte man sich schliesslich doch noch den Klassenerhalt. In der Saison 1998/99 kämpfte man lange gegen den Abstieg aus der Regionalliga. Dass am Ende der Klassenerhalt mit dem 8. Tabellenplatz geschafft werden konnte, war letztlich dem Einsatz des sehr starken U.S.-Boys Jamil Greene zu verdanken, der erst kurz vor Saisonbeginn als Ersatz für den ursprünglich als Wunschkandidat vorgesehenen Allroundspieler Troy Gray verpflichtet werden konnte. Troy Gray hatte trotz mitgemachter Saisonvorbereitung aus familiären Gründen von heute auf morgen sein Engagement beim BBC beendet. Ein absoluter Höhepunkt in der Geschichte des BBC sollte die Saison 1999/2000 werden. Am Ende gewann der BBC erstmals die Regionalligameisterschaft und wurde zum zweiten Mal Gewinner des Rheinland-Pfalz-Saar-Pokals in einem packenden Endspiel vor heimischer Kulisse gegen den mit dem ehemaligen BBC-Spieler Joe Robisch angetretenen 1. FC Kaiserslautern. Das alles war aber nur möglich geworden, weil der BBC tief in die Tasche gegriffen und mit Igor Starcevic von Frankfurt und dem Heimkehrer Rainer Kress zwei exellente Scharfschützen dazu gewinnen konnte. Zusammen mit den bewährten Kräften Jamile Greene, Swen Henzler, Christoph Schmidt, Jens Dörner, Marco Pipic, Daniel Wegen, Manuel Gerth, Christian Wehlitz, Uwe Kröff, Jens Henzler, Jugurtha Lafi und Carsten Weißbrich hatte der BBC wohl eine der am besten besetzten Truppe zusammen, die jemals in Horchheim auf das Spielfeld aufgelaufen ist. Von den Fachmedien wurde der BBC schon vor der Saison als Hauptfavorit für den Meistertitel gehandelt. Die Mannschaft hielt, was man sich von ihr versprochen hatte. Das vorgezogene "Endspiel" zu Hause um die Meisterschaft fand am 13.02.2000 vor 300 begeistert mitgehenden Zuschauern gegen den punktgleich mit dem BBC an der Tabellenspitze liegenden TSV Grünberg statt. Zwanzig Sekunden vor Spielende lagen die Grünberger mit 77:80 vorne. Auszeit BBC. Trainer Peter Rosenbaum schwört sein Team auf die letzten Sekunden ein. Es klappt wie besprochen. Einwurf BBC, bis 6 Sekunden vor Schluss den Ball in eigenen Reihen gehalten, dann Abspiel auf Igor Starcevic und der versenkt trotz Bedrängnis einen sehenswerten Dreier zum 80:80-Ausgleich. In der Verlängerung wurden die demoralisierten Grünberger dann klar mit 97:90 geschlagen. Der BBC ist die Mannschaft der Stunde und in aller Munde. Sie wird am Ende der Saison punktgleich vor Grünberg Meister der Regionalliga und schafft damit einen bisher einmaligen Erfolg. Die Aufstiegsrunde zur zweiten Bundesliga stand schon unter dem Damoklesschwert des nicht erreichbaren Etats für die zweithöchste deutsche Spielklasse. Es konnte den Vereinsverantwortlichen in Koblenz nicht gelingen, die notwendige Summe von 300.000 DM zusammenzubringen. Der Traum von der zweiten Liga platzte schneller, als man ihn geträumt hatte. Diesem bisher einmaligen Hoch des Vereins folgte ein bitteres Tief, von dem sich die 1. Mannschaft bis heute noch nicht erholt hat. Die damalige Spitzentruppe fiel auseinander, da man zum einen die teilweise wiederum gestiegenen Gehalts-forderungen der Stars nicht erfüllen konnte und zum anderen die Spitzenspieler eines Regionalligameisters verständlicherweise dem gut dotierten Ruf in höhere Spielklassen folgten.
Der BBC zog sich mangels Spieler- und Finanzqualität freiwillig aus der Regionalliga zurück, bildete eine Kooperation mit der BSG Lahnstein und verpflichtete mit Markus Kühn einen Nachfolger für Trainer Peter Rosenbaum, der auf der Spitze seiner Trainerlaufbahn aus beruflichen und privaten Gründen nicht mehr zur Verfügung stand. Die Saison endete mit einem Desaster. Als Tabellenzehnter (Die Auf- und Abstiegsregularien ergaben, dass in diesem Jahr 5 von 12 Mannschaften vom Abstieg betroffen waren) musste man aus der Oberliga absteigen und ging fortan in der Landesliga an den Start. Fremdverpflichtungen und bezahlte Spieler sollte es ab sofort nicht mehr geben. Die Kooperation mit Lahnstein wurde beendet. Ziel des BBC ist es, mit eigenen Spielern baldmöglichst wieder aus der Landesliga in die Oberliga aufzusteigen. Beim ersten Anlauf klappte es noch nicht, doch wird mit dem neuen Trainer Claus Bode, der in der Saison 2001/2002 zur Hälfte der Spielzeit den erfolglosen und im Unfrieden vom BBC geschiedenen Trainer Christoph Gyr ersetzte, hart daran gearbeitet, wieder eine bessere Rolle im rheinland-pfälzischen Basketball zu spielen.
Die Zweite
1970 erstmals in einem Spielbetrieb aktiv dabei, fristet die Reserve des BBC naturgemäss hinter dem Aushängeschild, der Ersten, ein Schattendasein. Dies soll die Leistungen, die dort gezeigt wurden, nicht schmälern, denn der BBC verfolgte mit dieser Mannschaft einen sportlich sehr wichtigen Grundgedanken. Hier sollten junge Talente an der Seite von erfahrenen Spielern ihre ersten Erfahrungen im Seniorenbereich sammeln. Dieses Konzept ging in den vergangenen Jahren auch voll auf. Immer wieder schafften Horchheimer Eigengewächse den Sprung in die 1. Mannschaft.
Der sportliche Höhepunkt war auch gleichzeitug für die Spieler von damals eine der grössten Enttäuschungen. Man schrieb das Jahr 1985, als man unter Orthey und Waldorf souverän Meister der Landesliga wurde. Da unsere Erste aus der Oberliga absteigen musste, bedeutete dies auch gleichzeitig den Abstieg der Zweiten, obwohl man Meister der Landesliga geworden war. Im Verlauf der Zeit spielte man in den verschiedenen Spielklassen auf Kreisebene. In den letzten Jahren etablierte man sich in der neuformierten Landesliga (Die Kreise Koblenz und Trier wurden zusammengelegt, um die Leistungsdichte zu stärken). Nachdem die Erste in die Landesliga abgestiegen war, mussten die Korbjäger der Zweiten notgedrungen in der Bezirksklasse Koblenz an den Start gehen, in der sie eine gute Rolle spielen.
Die Dritte/Vierte/Oldies
Am 15. Oktober 1983 bestritt erstmals eine 3. Seniorenmannschaft beim BBC ein Pflichtspiel. Aufgrund ihrer schwarz/ gelben Spielbekleidung gingen sie als die sogenannten "Salamander" in die Geschichte des BBC ein. Der Gründungsmannschaft gehörten - neben Gründer, Kapitän und Betreuer Helmut Drechsler - auch Basketballgrössen wie Rainer Vogt, Jürgen Schmitt, L. Klemenz oder Lars Thiele an, um stellvertretend für alle nur einige zu nennen. 1992 entwickelte sich aus der Dritten das sogenannte "Dream-Team". Gespickt mit Horchheimer Jungs, die es noch mal wissen wollten, räumte man kurzer Hand erst die A-Klasse und dann die Bezirksliga auf. Zwei weitere Meistertitel konnte der BBC somit auf seiner langen Liste der Erfolge verbuchen. Vorübergehend nahm man auf Grund der grossen Anzahl von Aktiven sogar mit vier Seniorenmannschaften am Spielbetrieb teil. Nicht unerwähnt bleiben sollen an dieser Stelle die Verdienste und vor allen Dingen die Erfolge der Seniorenmannschaften (ü 32 und älter) im Laufe der Jahre. Unzählige Meisterschaften und hervorragende Platzierungen auf Kreis- und Landesebene krönten die Leistungen derer, die bis "ins hohe Alter" ihrem Sport treu geblieben waren. Zur Zeit gibt es beim BBC keine Dritte und auch keine Oldies mehr.
Die Damen
Der Gründung der Damenmannschaft ging eine Wette im Frühjahr 1987 zwischen Steffi Kettler, Birgit Waller und Ralph Weiler voraus. Die beiden sportbegeisterten Damen wetteten mit Ralph, dass sie bis zu den Sommerferien 6 weitere Spielerinnen für ihre Idee begeistern könnten, in Horchheim eine Damenmannschaft zu gründen. Gesagt, getan. Als Gegenleistung musste Ralph neben einem Abendessen für die beiden Initiatorinnen auch das Amt des Trainers übernehmen.
Auf Grund der Tatsache, dass es sich bei den meisten Spielerinnen um Mädels handelte, die in umliegenden Vereinen schon Spielerfahrungen gesammelt hatten (teilweise Ober- und Regionalliga), war es nicht verwunderlich, dass der Weg steil nach oben ging. Nach 3 Jahren spielte man schon Oberliga. Trainer wie Michael Skala, Rudi Zitz und Peter Rosenbaum lösten Ralph ab und setzen seine Arbeit fort. Die grössten Erfolge waren mit Sicherheit die Vizemeisterschaft in der Oberliag 1992, in dem man leider dem TV Budenheim unterlegen war. 1994 kam dann der grosse Umbruch. Fast alle Spielerinnen standen aus beruflichen, sportlichen oder familiären Gründen nicht mehr zur Verfügung und Peter Rosenbaum übernahm das Traineramt der 1. Herrenmannschaft. Das Ende der Damen im BBC schien nah. Doch mit Oliver Stienemeier fand man jemanden, der bereit war, eine neue Mannschaft aus jungen Spielerinnen (teilweise noch Jugendspielerinnen) aufzubauen. Diese Arbeit setzten auch Hans-Jürgen Peelen, Christoph Gyr sowie Uwe Kröff im Traineramt fort. Mit letzterem gelang in Saison 99/00 der erneute Aufstieg von der Landesliga in die Oberliga (ohne Punktverlust). Hier angekommen erzielte man in der darauf folgenden Saison einen nicht erwarteten, hervoragenden 3. Oberligaplatz. Da Uwe Kröff sein Traineramt aus beruflichen Gründen zurückgeben musste wurde zu Beginn der aktuellen Saison 01/02 David Brennfors als neuer Trainer verpflichtet. Leider stimmte auf Dauer die Chemie zwischen dem Trainer und seinen Damen - auch aufgrund sprachlicher Probleme - nicht so recht. Noch während der Saison wurde mit Andy Lydigk ein neuer Verantwortlicher für das BBC-Damenteam verpflichtet. Mit ihm klappte es wieder besser und ein mittlerer Tabellenplatz war am Ende der Lohn für die erfolgreiche Arbeit. In der kommenden Saison wollen die BBC-Damen beweisen, dass in der Damenoberliga attraktiver und sehenswerter Basketball geboten wird.
Jugendarbeit
Im ahre 1964 schickte der BBC seine erste Juniorenmannschaft in die Meisterschaftsrunde. Die Jugendarbeit war zu dieser Zeit sehr schwierig. Die Jugend zeigte wenig Resonanz für eine neue Sportart, denn noch gaben Sportarten wie z.B. Fussball in Horchheim den Ton an. Zudem hatte man ja auch keine eigene Halle, in der man ordentlich hätte trainieren können. Ab 1977, als mehr Hallenstunden und Trainer zu Verfügung standen, kam auch die Jugendarbeit beim BBC so richtig in Schwung. Die Horchheimer Jungen spielten immer vorne mit. Als nach der Einweihung der neuen Horchheimer Sporthalle 1981 optimale Trainings- und Spielmöglichkeiten gegeben waren, gelang auch der erste große Wurf im Jugendbereich. Die D-Jugend des BBC Horchheim wurde Rheinland-Meister 1981/82.
So wuchs auch im Lauf der Jahre die Zahl der Jugendmannschaften: 1971 eine Mannschaft, 1983 schon 5, 1991 sogar 10 Jugendmann-schaften. Heute nehmen 9 Teams in den verschiedenen Altersklassen an den jeweiligen Meisterschaftsrunden teil. Mit den Spielern und Trainern kamen auch vermehrt die Erfolge (Rheinland-Meister, Rheinland-Pfalz-Meister oder auch Oberliga-Meister), die man nur schwerlich alle aufzählen kann. Den grössten Erfolg einer Jugendmannschaft in der Vereinsgeschichte sicherte sich die A-Jugend 1992/93 in der Besetzung Harald Fuchs, Nico Krämer, Björn Schütz, Carsten Teichert, Daniel Wegen, Carsten Stüer, Jan-Peter Voss, Markus Kirsch, Carsten Weissbrich, Mark Gottschalk und Kapitän Christoph Schmidt. Die Jungs um Trainer Ralph Weiler und Co-Trainer Stephan Seile spielten und kämpften sich zunächst bis hin zur Südwest-deutschen Meisterschaft, was schon eine Sensation darstellte. Dort erdreistete man sich dann sogar, den Nachwuchs von Mainz sowie der Bundesligisten BG Ludwigsburg und SSV Ulm zu schlagen und den Titel des Südwestdeutschen Meisters nach Horchheim zu holen. Nun war man unter den letzten acht Teams aus ganz Deutschland. In zwei Gruppen wurden die Teilnehmer für das sogenannte Final-Four-Turnier zur deutschen Meisterschaft ausgespielt. Unsere Jungs mussten bei der süddeutschen Meisterschaft in Bayreuth antreten. Im ersten Spiel konnte man sich nach Verlängerung noch überraschend gegen DJK Würzburg durchsetzen. Gegen die BG Ludwigsburg und Steiner Bayreuth hatte man aber schliesslich das Nachsehen - der Traum vom Finale war vorbei. Aber nicht nur, dass sich Spieler und Trainer selbst ein Denkmal in der Geschichte des BBC gesetzt haben: Der Name BBC Horchheim wurde durch diese Truppe weit über die Kreis- und Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht.
Seit der Gründung der Damenmannschaft begann auch die Entwicklung der weibl. Jugendmannschaften im Verein. In den letzten Jahren wurden teilweise überraschende, aber auch sehr wohl verdiente Erfolge vermeldet. Dazu gehört wohl in jedem Fall der Gewinn der Oberligameisterschaft und der zweite Platz auf der Regionalligameisterschaft für die weibl. B-Jugend in der Saison 1999/2000. Wichtig ist auch, dass die Jugendarbeit im weibl. Bereich Früchte trägt und immer wieder gute Nachwuchsspielerinnen aus eigenen Reihen in das BBC-Oberligateam aufrücken können.